Sonntag, 5. August 2012

Karibik | Die Gewürzinsel Grenada

Hey, schön, dass Ihr heute wieder dabei seid! Herzlich willkommen auf der Gewürzinsel Grenada! Herzlich willkommen in der Hauptstadt St. George`s!


Hier liegt ein ganz spezieller Gewürzduft in der Luft. Könnt Ihr es riechen? Muskatnuss, Zimt, Pfeffer, Macis, Vanille, eine betörende Mischung. Lasst uns von Bord gehen und den Hügel zum Fort George hinauf gehen. Von dort aus hat man bestimmt einen wunderbaren Ausblick.


Schaut mal neben dem Pier ins Wasser. Da schwimmen Fische! Die sind ziemlich lang, bestimmt fast 30 Zentimeter.


Wir gehen die Treppe zum Fort hinauf. Haltet mal an. Von hier aus kann man unser Schiff sehen! Es überragt das Einkaufszentrum am Hafen.


Fast geschafft. Wir sind vor dem Eingang zum Fort abgebogen, damit wir von dem kleinen Aussichtsplatz unter einem Baum um die nächste Kurve gucken können. Hier geht die Stadt weiter. Es gibt viele Restaurants, den Containerhafen und einen Yachthafen und sogar ein Touristenbähnchen, das von einem Deutschen betrieben wird.


Im Schatten sehen wir mal wieder einen Gecko. Er rührt sich nicht... Keine Angst, ich will Dich nur fotografieren!


Lasst uns ins Fort gehen. Der Eintritt ist erschwinglich. Nur zwei Dollar pro Person. Dafür gibt es hier auch kaum etwas zu sehen. Das Fort ist sehr verfallen. Überall wachsen Pflanzen auf und aus dem Mauerwerk.




In dem Fort ist die Polizeiakademie untergebracht mit Fitness-Studio, Näherei und allem was man so braucht.

Das sehenswerteste sind wohl die Kanonen, die an der Mauer zum Ufer angebracht sind. Insgesamt stehen auf dem Fort noch sieben Stück davon.



Der Ausblick ist herrlich:


Durch die Schiessscharte kann man schon wieder auf unser Schiff gucken.


Auf der anderen Seite des Forts hat man einen schönen Blick auf einen Teil von St. George`s.


2004 wurde die Stadt vom Hurrikan Ivan fast vollständig verwüstet. Dabei starben viele Menschen. Viele Schäden sieht man noch heute. Alle drei Kirchen wurden schwer beschädigt und ihre Dächer zerstört: vorne links die Presbyterianische Skots Kirk, die Katholische Kirche in der Bildmitte und die Anglican Church rechts hinter dem großen roten Gebäude. Die Katholische Kirche ist die einzige, die inzwischen ein neues Dach hat. Auch die anderen sollen wieder aufgebaut werden. Lasst uns die Kirchen von Nahem ansehen.

Wir können hinten aus dem Fort hinaus gehen und kommen direkt zur Presbyterianischen Kirche. Hier steht nur noch der Uhrturm, sonst ist hier nichts mehr intakt. Unglaublich!


Nicht weit entfernt steht ein großes, verfallenes Haus. Da wachsen sogar schon große Bäume raus. Unglaublich, was die Natur der Zivilisation antun kann.



Auf der Straße ist viel los. Alle fahren große Autos. Klar, sonst kämen sie wohl kaum die ganzen Berge hoch. Und mit den Straßenrändern muss man hier auch höllisch aufpassen. Viele fallen einfach steil ab. Bürgersteige wie hier sind eine Seltenheit.


Jetzt sind wir an der Anglikanischen Kirche angekommen. Sie erhebt sich ein Stück über der Straße. Unglaublich. Kein Dach, nur noch Außenmauern, abgeplatzter Putz, überall Wasserschäden.


Und von innen erst... Wie in einer Filmkulisse. Trotz der starken Beschädigungen werden in einem Seitenschiff Gottesdienste gefeiert.


Weiter geht es zu der Katholischen Kirche. Das große rote Dach habt Ihr ja schon von Weitem gesehen. Auch innen ist hier alles neu und hell. Nach den beiden vorherigen Kirchen weiß man erst wirklich zu schätzen, welch schönes Zuhause diese Gemeinde hat.


Von der Treppe vor der Kirche kann man auf der anderen Straßenseite noch ein Haus ohne Dach sehen. Auch hier wächst schon ein Baum heraus. Und wir beschweren uns über das Bisschen Unkraut im Garten...


Hier können wir nochmal auf unser Schiff gucken. So sehen die meisten Straßen hier aus: steil, eng, zugeparkt und holprige Straßenränder.


Ich will noch ins Heimatmuseum. Leider darf man dort nicht fotografieren. Aber wir haben Glück und können zusammen mit zwei Briten eine englische Führung mit machen. Zwei Stunden lang hat eine nette Dame uns alles über Grenada erzählt. Sie hätte noch länger erzählt, aber wir wollen weiter auf den Gewürzmarkt.

Den Gewürzmarkt selbst habe ich leider nicht fotografiert. Die Stände sind so dicht gedrängt und überall sitzen angsteinflößende, kräftige "Mamas". Das habe ich erstanden: konzentrierte Vanille, Safran (natürlich nicht echt, aber ich liebe gelben Reis), dafür zwei Packungen echte Muskatnüsse, einmal mit, einmal ohne Schale, Zimt und Macis. Das ist ein Gewürz, das aus einer der Hüllen der Muskatnuss gewonnen wird. Wie Ihr seht, sind Muskatnüsse hier der Renner. Ein Fünftel der auf der ganzen Welt verkauften Muskatnüsse kommt von dieser Insel.


Ich bin müde und gehe jetzt in die Sauna. Man schwitzt hier ja draußen noch nicht genug. Die Sauna ist übrigens einfach klasse. Sie ist groß und die ganze Außenfront ist verglast. So kann man schwitzen und aufs Meer gucken und hinterher im Außenbereich ausruhen, fast direkt auf Augenhöhe mit dem Fort. Hach... lasst es Euch gut gehen. Bis morgen!

Tschüß Grenada!


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