Mittwoch, 8. August 2012

Karibik | St. Vincent: Vermont Naturlehrpfad

Guten Morgen und herzlich willkommen auf St. Vincent! Wir sind früh in der Hauptstadt Kingstown angekommen.


Früh müssen wir heute auch von Bord. Wir haben einen Ausflug zum Vermont Naturlehrpfad gebucht. Ich bin gespannt, der Regenwald ist bestimmt sehr spannend! Am Hafen werden wir von unseren Mini-Bussen abgeholt. Es geht hinauf, in die Berge von St. Vincent.


An der Straße ist eine kleine Einbuchtung, an der wir halten und den tollen Ausblick genießen können. Fantastisch! Das ist Kingstown. Und da hinten, da liegt unser Schiff! Heute sind wir die Einzigen hier. Wirklich malerisch.


Im Besucherzentrum des Vermont Naturlehrpfades treffen wir unseren Guide Elroy. Er kennt den Regenwald wie seine Westentasche, hat eine beneidenswerte Kondition, hetzt uns durch die Wildnis und erklärt uns alles ganz genau. Schon vor dem Einstige zum Wanderpfad, zeigt er uns den Lotuseffekt bei diesem Blatt.


Am Wegrand wachsen Mimosen. Elroy zeigt uns, wie schnell sie sich zusammenklappen, wenn sie Gefahr wittern. Kein Wunder, wenn man ein Streichholz unter sie hält. Aber keine Angst, der Pflanze ist nichts passiert. Nach einigen Minuten breiten sich die Blätter wieder aus.


Da stehen wir nun, im Regenwald. Gigantisch! Die Bäum sind riesig, überall gibt es Blätter und Luftwurzeln. Alles ist grün. Durch das dichte Blätterdach ist es verhältnismäßig dunkel hier. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Es ist schwül. Ich bin schon nass geschwitzt, bevor wir überhaupt los gegangen sind.


Wir gehen über einen Bach. Momentan gibt es hier nicht viel Wasser. Ein Rohr verläuft quer über den Bach, das ist wirklich sehr natürlich. Aber der Natur scheint das weniger auszumachen. Sie hat das Rohr schon wieder zurück erobert.


Eine Schnecke. Die hätte ich fast übersehen. Die Tiere sind hier echt gut getarnt.


Da ist sie wieder, die Ginger-Lily. Die rote Blüte ist einer der wenigen Farbtupfer hier. Ansonsten ist alles mit dichtem Grün bewachsen.


Eine rote Helikonie. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das wohl auch ein ingwerartiges Gewächs.


Diese Pflanze hat Stacheln an den Blättern. Die sind wie Stecknadeln. Aber passt auf, sie haben Widerhaken. Also kommt am besten nicht dran!


Das Tierchen hier hätte ich fast übersehen. Grün auf grün, das ist eine ideale Tarnung!


Ein Holzsteg führt uns über diesen Bach.


Wahnsinn! Was für ein riesiger Baum! Ich bekomme ihn kaum auf das Foto! Wir müssen noch etwas bergauf klettern, damit wir vor ihm stehen. Es ist so schwül hier, vergesst nicht, genügend Wasser zu trinken!


Geschafft, wir stehen vor dem riesigen Baum. Und schon passen nur noch die riesigen Wurzeln auf das Foto. Die größte misst gut zwei Meter. Wie Stützmauern laufen sie auf den Baumstamm zu.


Oh, da hat sich wohl jemand nicht mehr wohl gefühlt in seiner Haut...


Elroy zeigt uns Jumbie Beads, im Deutschen Paternostererbsen. Sie sind sehr giftig. In der Karibik werden sie zu traditionellem Schmuck verarbeitet. Ich mag die Farbkombination.


 Bin ich außer Puste. Wir sind auf dem höchsten Punkt des Naturlehrpfades angekommen: der Papageienplattform. Von hier aus soll man die Papageien beobachten können. Leider sind wir spät dran. Es ist schon Mittag durch, da genießen die Tiere ihre Mittagspause. Ich kann einige Papageienrufe hören. Ganz da hinten fliegt auch etwas! Aber ich glaube, es ist kein Papagei und er wäre sowieso zu weit weg zum Fotografieren. Schade!


Wir gehen wieder runter. Und wieder hoch. Und wieder ein Stück runter. Und wieder ein Stück hoch. Der Boden ist stellenweise sehr matschig, passt auf. Am Wegesrand steht wieder einer dieser Giganten. Wahnsinn, das kann man mit einem Foto leider gar nicht so einfangen.


Schaut mal, hier stehen noch einige rote und gelbe Helikonien.


Ohje, da müssen wir jetzt auch hoch? Tja, so sehen wohl die typischen naturverträglichen "Treppen" in den Tropen aus...


Endlich geht es wieder bergab. Puh, ganz schön anstrengend, die schnelle Lauferei bei diesem Klima. Was müsst Ihr auch immer so viele Fotos machen, wir sind die Letzten! Aber das ist schon wirklich ein beeindruckender Anblick, diese riesigen Gesteinsbrocken.


Geschafft. Wir haben den Rundweg gemeistert und gönnen uns eine Verschnaufpause am Bus. Natürlich gibt es wieder Rum- oder Fruchtpunsch. Das geht bei denen immer und zu jeder Tageszeit.

Hinter dem Zaun seht Ihr übrigens ein typisches Feld. Sie werden in den Hängen angelegt, da die ganze Insel nur aus Bergen besteht. So muss man sich auch nicht so tief bücken bei der Feldarbeit. Klingt schlau.


Der Bus bringt uns zurück nach Kingstown und ich brauche zuerst einmal eine Pause. Ich muss mich trocken legen! Gehen wir dann noch eine kleine Runde durch Kingstown? Prima, dann bis später!

Einige Fotos dieser Tour hatte ich schon auf einem meiner Layouts vom CAR 4 hier gezeigt.

1 Kommentar:

  1. Toll Deine Berichte und Deine Fotos ... man hat das Gefühl mitzureisen. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

    lg angelika

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