Freitag, 15. Februar 2013

Rotes Meer | Schnorcheltrip Teil 2

Na, seid Ihr wieder aufgewärmt?! Dann können wir ja wieder abtauchen!

Kopf unter Wasser und los geht es. Da ist schon der erste Fischschwarm.


Huch, den hätte ich ja fast gar nicht gesehen mit seiner hellen Färbung hier vor dem sandigen Untergrund. Das ist ein Blauschuppen-Straßenkehrer. Der ist richtig groß, bestimmt 80 Zentimeter. Und er bestimmt genauso neugierig, wie wir.


Da hinten ist ja schon das erste Riff. Wunderbar, wie es in der Sonne schimmert. Lasst uns mal genauer schauen, was da so alles los ist.


Ach, da sind schon wieder die Dreibinden-Preußenfische, die wir gestern schon gesehen hatten. Ganz oben links seht Ihr, wie eine kleine Schwefel-Demoiselle aus unserem Blickfeld schwimmt.


Da oben vor dem Riff, seht Ihr, da schwimmt ein Weißflecken-Kugelfisch.

 
Und wer schwimmt denn hier so traurig umher? Ein Anemonenfisch. Wo hat er bloß seine Anemone gelassen. Kein Wunder, dass er schlecht gelaunt ist. Normalerweise entfernen Anemonenfische sich nämlich  nicht mehr als zwei Meter von ihrem Zuhause, also der Anemone.
 

Unter dem Vorsprung versteckt sich ein Riff-Großaugenbarsch. Der ist schon ordentlich groß, so 40 cm schätze ich. So große Augen hat er, weil er nachtaktiv ist.


Da vorne, da schwimmt ein schwarz-weißer Schnapper an uns vorbei!


Und da unten sucht ein Fähnchen-Falterfisch nach seinem Mittagessen.


Der hat es sich ja gemütlich gemacht auf seiner Koralle. Er macht seinem Namen alle Ehre. Das ist ein Gestreifter Korallenwächter. Er beobachtet geduldig, was ich da über ihm so mache.


Schaut mal da hinten, das ist ein junger Spiegelfleck-Junker. Die werden bis zu 60 Zentimeter groß. Dieser hier hat noch eine Zwischenfärbung, da erkennt man den weißen Streifen an der Seite noch nicht so deutlich.


Hey, junge Dame, wohin so eilig? Über das Riffdach schwimmt gerade das Weibchen eines Stülpmaul-Lippfisches. Gut zu erkennen ist der schwarze Streifen am Auge. Den hat das Männchen auch. Aber ansonsten hat er eine komplett andere, dunkle Färbung.


Oh, der ist ja schön! Ein Arabischer Picasso-Drücker. Er gleitet so eleganz vor sich hin und sieht wirklich so verrückt aus, als hätte Picasso ihn gemalt.


Da sehen wir ja noch einmal einen Masken-Kugelfisch, wie wir ihn gestern schon gesehen hatten. Jetzt erkennt man ihn viel besser. Das Wasser ist hier nicht so trübe und wir sind näher dran.


Da ist ja jemand gut gelaunt. Hallo, netter Papageifisch. Wie der Name vermuten lässt heißen die Fische so, weil ihr Gebiss einem Schnabel ähnelt. Die Kieferzähne sind zu einer Art Schnabel verwachsen. Außerdem gibt es ganz viele unterschiedliche Papageifische in ganz vielen unterschiedlichen Färbungen. Zuerst denkt man immer: "Hab ich schon gesehen!" Und wenn man dann einmal genau hin schaut, stellt man fest, dass die Färbung oder Körperform doch wieder etwas anders ist. Nach diesem hier habe ich lange gesucht. Ich glaube, es ist ein männlicher Fahlnasen-Papageifisch mit Balzfärbung. Vielleicht lacht er deshalb so freundlich in die Kamera.


Am Fuß des Riffs schwimmt ein Pärchen Rotmeer-Wimpelfische. Leider ist es da unten ziemlich dunkel.


Die Koralle dort drüben wird gerade von einem Pärchen Rotmeer-Rippenfalterfischen umschwärmt. Ich finde die flache Körperform der Falterfische faszinierend.


Unter uns ist wieder ein Papageifisch. Das müsste ein Rostnacken-Papageifisch sein. Wunderschön, wie er so sanft durch das Wasser gleitet. Ich könnte fast vergessen, dass ich im Meer bin und male mir aus, dass ich mit den Papageien durch die Luft fliege.


Lasst uns wieder zum Strand schweben. Noch einmal umdrehen zum Riff. Wer versteckt sich da im Sand? Es ist ein Blaupunkt-Stechrochen! Der sieht gefährlich aus, da halte ich lieber mal Abstand.


Jetzt erhebt er sich und gleitet flach über das Riff. Einmalig schön! Da hat sich auch ein Indischer Segelflosser zu ihm gesellt. Erinnert Ihr Euch, so einen hatten wir gestern schon einmal gesehen. Los, komm doch mal etwas näher, damit wir Dich besser sehen können!


Ja, genau, so ist es besser. Hier könnt Ihr die Musterung des Indischen Segelflossers genauer sehen. Hier erscheint er sehr dunkel. Manchmal wirken sie ganz hell in Blau- und Orange-Tönen. Je nach Lichteinfall.


Heute haben wir wieder viel gesehen. Die Eindrücke müssen wir jetzt zuerst einmal verdauen. Gehen wir morgen nochmal schnorcheln? Ja?! Würde mich freuen!


P.S.: Alle Aufnahmen habe ich im Dezember 2012 in der Makadi-Bucht bei Hurghada in Ägypten im Roten Meer gemacht. Die Fischarten habe ich nach bestem Wissen und Gewissen identifiziert. Ich bin nur interessierte Laiin und entschuldige mich, falls mir dabei Fehler unterlaufen sind.

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