Samstag, 23. Februar 2013

Rotes Meer | Über Unterwasserfotos und Fischbestimmung

Weiter geht es nochmal mit etwas Schnorcheligem. Ich will Euch noch meine ständige Begleiterin unter Wasser: die Canon Powershot D20.


Damit sind mir zwar nicht die perfekten Unterwasserfotos geglückt. Dafür braucht es dann doch eine  bessere Kamera. Aber auf jeden Fall waren die Fotos besser als mit der Einweg-Kamera, die ich in der Karibik am Handgelenk hatte. Anfangs habe ich mich sehr schwer getan mit der Canon. Sie ist deutlich schwerfälliger als eine "normale Land-Kamera". Aber inzwischen sind wir gute Freundinnen geworden.

Schwierig ist es, die Kamera ruhig zu halten. Man schwappt ja die ganze Zeit im Seegang umher und muss dazu noch aufpassen, nicht zu nah an die Riffe und ihre Bewohner zu kommen. Ungünstiges Licht, Sand und sonstige Partikel tun dann oft den Rest. Das führt bei größeren Entfernungen zu schlechten Ergebnissen. Obwohl die Kamera oft besser sehen konnte, als ich. Die Taucherbrille ist schnell beschlagen und mit der Zeit bilden sich Salzflecken, durch die man bei Gegenlicht kaum hindurch gucken kann. Manche Fische an dunklen Stellen habe ich so auf Verdacht hin fotografiert und war dann ganz gespannt, wie sie später auf dem Foto aussehen.

Auch im unbearbeiteten Zustand kann man auf dem Display gut erkennen, welche Fische man da so vor der Linse hatte. Auch wenn ich nicht immer alles scharf getroffen habe, kann man im Zoom Einzelheiten gut bestimmen. Allerdings ist keins der Fotos unbearbeitet wirklich gut. Die meisten Fotos sehen so aus, wenn sie aus der Kamera kommen:


Und bearbeitet mit Photoshop Elements dann so:


Über die meisten habe ich zuerst die Auto-Korrektur laufen lassen. Dann habe ich eventuelle Farbstiche korrigiert, Helligkeit und Kontrast angepasst. Den Scharfzeichnungsfilter habe ich mir bei den meisten Fotos wegen den vielen Sandkörnchen gespart. So sehen die meisten Fotos richtig gut aus und man erkennt viele Details, die bei der Bestimmung der Fische helfen.

Abends im Hotel kam dafür der Korallenriff-Führer von Kosmos zum Einsatz. Am Flughafen hatte ich ein weiteres Heft erstanden.


So konnte ich die meisten Fische schnell identifizieren. Bei einigen war ich mir allerdings nicht wirklich sicher. Diese habe ich im Internet gesucht. Und natürlich die vorher schon bestimmten zur Sicherheit auch nochmal. Insgesamt sind es 100 Arten aus 38 Familien.

Im Internet teilen viele Menschen ihr Wissen und so konnte ich bis auf wenige Ausnahmen alle Fische identifizieren.  Besonders hilfreich und schön finde ich die Fotos dieses Mannes: Otakar Seycek. Ich könnte stundenlang in seinen Fotoalben stöbern. Die Aufnahmen sind einfach unglaublich gut. Da muss ich echt noch eine Menge lernen... Es war ja auch erst mein erster Schnorcheltrip...

Morgen zeige ich Euch, wie ich aus meinen vielen Fotos ein Fotobuch gestaltet habe.

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